Warum ich kein Mainstream bin….

Ich wusste echt nicht, wie ich den Beitrag nennen sollte! Sorry!
Dies wird ein längerer Beitrag, ich hoffe jedoch, dass jemand Interesse daran hat ihn zu lesen. Die Hauptthemen sind denke ich: Fernweh, Lebenssinn, Identitätskrise.
Vielleicht geht es einigen Menschen ja ähnlich oder können mich zumindest verstehen?

So jetzt zum eigentlichen Problem:
Ich stecke wohl in einer Lebenskrise. Ich kann mit meinem Leben nicht zufrieden sein. Ich weiß das glücklich sein sich aus vielen kleinen Dingen zusammensetzt und ich weiß auch, das ich dankbar sein sollte für Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, Freunden mit denen ich etwas unternehmen kann, jedoch bin ich es nicht.

Ich meine geboren werden, aufwachen, Abschluss machen, Ausbildung/Studium, arbeiten, heiraten, Kinder erziehen, in Pension gehen, sterben. Das ist ja so in etwa der Ablauf, den so der mainstream anstrebt.

Ich habe seit einigen Jahren auch ein starkes Fernweh. Ich interessiere mich sehr für verschiedene Kulturen und davon ganz besonders Australien wobei ich schon das Glück hatte schon einmal dort gewesen zu sein . Es wäre schön in diesem wundervollen Land zu leben, jedoch würde auswandern nicht in Frage kommen mit meinen gar nicht vorhandenen Sprachkenntnissen und beruflich würde sich für mich auch nichts ergeben.

Ich habe in mir ein inneres Bedürfnis. Es ist so, als ob meine Seele schreit und ausbrechen will. Ich fühle mich in meinem Körper gefangen. Alles schreit nach Freiheit. Ich bin mir nicht sicher, was ich in meinem Leben eigentlich will bzw. kann. Irgendwie stört mich das ganze gesellschaftliche System. Ich habe angefangen alles mögliche in Frage zu stellen. Wie kann es beispielsweise sein, dass in Deutschland die Hälfte aller Lebensmittel weggeschmissen werden, während andere Länder hungern und in Armut leben? Warum muss ich für ein Grundstück etwas bezahlen oder auch ein Visum beantragen und bezahlen wenn ich in ein nicht EU Land fliege, nur weil jemand vor hunderten von Jahren eine Fahne in den Boden gehauen hat und das Land für sich beansprucht hat. Die Welt gehört allen Menschen! Ich möchte nicht, dass irgendjemand denkt ich sei verrückt oder auch naiv, dass ich mir über so etwas Gedanken mache, aber diese Gedanken kommen einfach von alleine!

Und wenn ich mir meine Familie, meine Freunde, Schulkameraden, Arbeitskollegen, Politiker und Leute auf der Straße oder im Fernsehen ansehe kann ich oft nur den Kopf schütteln und mich fragen in was für einer Welt ich eigentlich lebe. Da ist so viel Oberflächlichkeit, Arroganz, Egoismus und kapitalistisches Denken das mir davon fast übel wird. Bitte versteht mich nicht falsch, ich selbst möchte hier nicht arrogant klingen .

Ich möchte so gern etwas bewegen, etwas verändern, doch weiß ich nicht was. Bzw. was kann ich allein schon tun? Ich kann nicht mal mit jemanden darüber reden, weil immer wenn ich es versuche mich alle nach einem Satz schon schief angucken.
Ich habe auch schon überlegt, was wäre wenn du nicht mehr da wärst, tot wärst. Mmm ja die Welt würde sich genauso weiter drehen wie jetzt auch. Damit würde sich auch nichts ändern. Außerdem ist da immer noch das Fernweh. Ich möchte die Welt sehen, fremde Länder entdecken .

Aussichten?:
Was ist nun mein eigentliches Problem fragt ihr euch sicher jetzt? Es ist ein bisschen was von allem würde ich sagen.
Identitätskrise. Wer bin ich/ wer will ich sein? Absolut keine Ahnung!
Lebenssinn? Warum bin ich hier? Was ist meine Aufgabe? Gibt es überhaupt eine Aufgabe?
Was fange ich mit diesem inneren Bedürfnis an? Kann man das überhaupt stillen?