Torres del Paine – Grey Glacier

Bei grauen wolkenverhangenen Himmel gings um 9:00 Vormittags auf die Fähre in Richtung anderes See Ufer um hier unser Abenteuer Grey Glacier zu starten. Da wir uns natürlich wie sollte, es auch anders sein als eine der ersten angestellt hatten, bekamen wir natürlich Logenplätze und es zogen während der Fahrt atemberaubende Berglandschaften an uns vorbei und die Vorfreude steigerte sich ins Unermessliche.

Die Fahrt mit der Fähre hin und Retour kostet für uns beide 56.000 Chilenische Pesos doch ist es die einzige Möglichkeit auf die andere Seite des Sees zu gelangen.

Immer noch Sprachlos von der atemberaubenden Landschaft marschierten wir sofort los in Richtung Grey Glacier doch wir merkten schnell, das es kein Spaziergang entlang eines Sees werden würde, sondern sehr anstrengende 11 km bis zum Camp Grey. Da wir allerdings etwas Zeitdruck hatten wegen unserem kleinen Kayak Ausfluges sollten wir um 14:00 dort sein zogen wir das Tempo doch sehr erheblich an was uns Gedanklich aber nicht weiter behindern sollte die Ausgesprochen schöne Landschaft mit samt dem Lake Grey und den darin schwimmenden Riesen Eisbergen zu genießen.

Ausgerüstet für alle Eventualitäten machte uns der immer wieder kehrende leichte Regen mit samt Wind doch wenig aus. Eines sollte man doch wissen wenn ein Geborener Patagonier zu einem sagt es kann heute etwas windig sein dann solltest du dir als Europäer doch lieber Seil und Karabiner einpacken denn das bedeutet meistens keinen halt mehr auf den Füßen bei weit über 100 km/h.

Nach den ersten paar km und etlichen Steil hängen bergauf und auch wider hinunter realisierten wir immer mehr das unser Ziel um 14:00 am Camp Grey zu sein einfach zu hochgesteckt war und unmöglich zu erreichen ist doch wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt hatte dann war es immer weiter zu machen auch wenn es einem unmöglich erscheint und siehe da wir wurden für unsere harten Anstrengungen belohnt denn wir liefen fast pünktlich um 5 Minuten vor 14 Uhr im Camp Grey ein und waren alle beide einfach Überglücklich es doch immer wieder probiert zu haben und nicht einfach aufzugeben.

Unsere Gruppe für den Kayakausflug zum Gletscher wartet schon auf uns und wie immer waren wir, die letzten die in der Runde hinzu gestoßen waren aber egal Hauptsache wir konnten heute schon in unser 2tes Abenteuer starten. Das Ice Kayaking solltet ihr wissen hatte ich schon im November gebucht, den sonst wäre es fast unmöglich hier noch einen Platz zu bekommen ach ja wir hatten den 4.1.2018.

Mit einem Preis von ca 65 € für eine Stunde ist es nicht gerade die kostengünstigste Variante aber wer uns kennt der weis auch das wir nach der Devise Leben” Wie oft in meinem Leben komme ich schon hier her also egal :)

Unten am Wasser bei Bigfoot Patagonia angekommen hüpften wir noch schnell in unseren Neopren Anzug, Ich hasse Neopren Anzüge, die sind immer kalt und stinken tun sie auch wie die Hölle….. Nach einem kurzen Briefing wo es um die ersten steps in einem Kayak geht bis hin zur Rettung aus dem Wasser ging es für Carina und mich auch schon zu unserem 2er Kayak. Man muss wissen es hatte ca 10-15 Grad und leichter Regen bei ” normalen” Windverhältnissen was es mit dem Wind auf sich hat das hatte ich eh vorhin schon kurz erwähnt also ein durchaus schöner Patagonischer Hochsommertag und so gings für und auch schon zu Wasser.

Wir paddelten in unserer Gruppe ins offene Wasser hinaus zwischen hellblau funkelnden Eisbergen hindurch immer weiter dem Gletscher entgegen. Dieses Jahrhunderte Alte Wasser ist absolut rein und hat sogar Trinkwasser Qualität.

Zum Abschluss dieses genialen Abenteuers gabs noch eine heiße Schoko zum Aufwärmen und einen Schokoriegel als Stärkung bevor es wider zurück in Richtung Camp Grey ging.

Zurück im Zimmer gab es eine kleine Überraschung den plötzlich lagen da 2 Schweizer drin nein Spaß denn wir teilten uns das zimmer mit einem anderen Pärchen, welches gerade den W-Track wandert und soeben komplett fertig ins Zimmer gekommen war was uns aber nicht daran hindern sollte uns etwas auszutauschen denn gerade das macht ein Hostel aus immer wider gleichgesinnte zu treffen und sich mit Menschen auszutauschen die genau die gleichen Interessen und Hobbys haben wie du und so sind auch schon echt gute Freundschaften entstanden mit welchen an immer noch in Kontakt ist.

Das Zimmer oder besser gesagt die Betten hatte ich ebenfalls schon im November gebucht kann man alles problemlos über Vertice Patagonia machen aber das erklär ich euch näher in meinem Post über den W- Track da will ich hier nicht so genau drauf eingehen.

Das einzige Manko hier in der Bude waren die Duschen, welche nicht wirklich heisses Wasser rausbrachten leider denn gefroren hatten wir an diesem Tag schon genug aber hei was solls Abenteuer erlebt eben nicht in der Komfortzone ^^. Das Abendessen war im Zimmerpreis schon Inkludiert und richtig richtig lecker mit Suppe , Hauptspeise und sogar einer Nachspeise absolut Top und das in Gesellschaft von 2 Polinen und einem New Yorker BitcoinInvestor oder was auch immer ich habs bis heute nicht verstanden, ist aber auch völlig egal denn dieser Abend war gerade am Starten und er versprach gut zu werden, und zwar so richtig gut.

Wir plauderten zusammen mit einer oder mehreren Flaschen Chilenischen Rotwein die er großzügiger Weise spendierte über das Leben und so mancher Idee, welche uns durch den Kopf schwirrt wie z. B. Einer App für.. na das werd ich euch sicher hier nicht sagen :P . Er erzählte uns von seinen Abenteuern und wie er fast unabsichtlich in Venezuela eine Frau geheiratet hätte nur weil das bei ihnen im Dorf so üblich ist. Die schönsten Geschichten schreibt immer noch das Leben .

Der nächste Tag versprach doch etwas besser zu werden Wettertechnisch gesehen, als der letzte denn wir wurden mit Sonnenschein geweckt und den stinkenden Klamotten des Vortages, das sind Geruchserlebnisse, die wirst du nie wieder vergessen das sag ich euch 😉 Nach dem ausgiebigen Frühstück im Camp Grey packten wir unsere sieben Sachen und machten uns heute allerdings ohne Zeitdruck auf den 11 km langen Rückweg zur Fähre, welche uns wieder bei unserem Bus absetzen sollte. Die weitläufige Landschaft mit seinen rauen Gebirgszügen und den Lake Grey kam mir heute im Sonnenschein wie eine Märchenlandschaft vor. Doch Fotos sprechen mehr als Worte heißt es immer deswegen hab ich euch die schönsten hier unten zusammengefasst inkl. kleinem Video!

Viel Spaß!